HP Taschenrechner

1972 war es, dass der erste wissenschaftliche Taschenrechner weltweit auf den Markt gebracht wurde. Hersteller war Hewlett-Packard, auch heute noch eine der US-amerikanischen IT-Firmen, die über die höchste Wirtschaftskraft der Branche überhaupt verfügen. An jährlichem Umsatz liegen sie noch vor IBM und waren auch die Ersten, die sich in Silicon Valley niederließen: in Deutschland (nach der Schweiz der zweiten internationalen Niederlassung überhaupt) ist Böblingen Hauptsitz. Überall in den USA, aber auch in Deutschland ist HP im Vertrieb und Verkauf vertreten, in Baden-Württemberg auch mit einer eigenen Produktionsstätte. Heute, nach mehreren Fusionen im auslaufenden Jahrzehnt mit Compaq, Triaton, Synstar und EDS, bietet Hewlett Packard Notebooks, Drucker, Desktops, Plotter, Software, Speicher, Server- und Netzwerklösungen sowie immer noch Taschenrechneran.

Hewlett Packard ist benannt nach den beiden Gründern William Hewlett und David Packard, die 1939 als Absolventen der Stanford University zunächst mit der Herstellung eines Tonfrequenzgenerators begannen, bevor dann Atomuhren, Taschenrechner, Tischrechner und schließlich Computer begannen, als regelmäßiges Angebot der Firma zu bestehen. Wie es bei vielen anderen Firmen auch der Fall ist, so kann heute nicht mehr darauf verzichtet werden, die eigentlichen Produktionsstätten vorwiegend in osteuropäischen bzw. asiatischen Ländern zu betreiben bzw. in der Herstellung von Taschenrechnern mit anderen Elektronikfirmen zusammenzuarbeiten. Der Taschenrechner aus dem Jahre 2007, der unten erwähnt wird, ist etwa in Zusammenarbeit mit der taiwanesischen Firma Kinpo Electronics entstanden und wird nur dort hergestellt.

Der Taschenrechner namens HP-35 (35 Tasten) aus dem Jahre 1972 war der überhaupt erste, der zu logarithmischen, trigonometrischen und zu Exponentialrechnungsfunktionen fähig war und den damals tatsächlich populären Rechenschieber erstmalig ablöste. Die Nachfrage nach diesem Rechner war groß – viele Nachfolgemodelle folgten, bevor 2007 ein (im entsprechenden “Retro-Design” ausgestatteter) “Jubiläumsrechner”, diesmal unter dem Namen HP-35s, in das Firmenprogramm aufgenommen wurde.

Eigenschaften dieses Rechners sind 26 Speicherregister, eine zweizeilige LCD-Anzeige (alphanumerisch) und die Möglichkeit, unterschiedliche Zahlensysteme (hexadezimal, oktal, binär, dezimal) anzuzeigen. Jedoch gibt es auch durchaus eine Anzahl von wissenschaftlich benötigten Rechenoperationen, die gesteuert werden können: Gleichungen werden numerisch gelöst, Brüche werden eingegeben und so angezeigt, komplexe Zahlen und Vektoren werden berechnet. Die Umwandlung von Einheiten ist vorprogrammiert sowie eine Tabelle mit physikalischen Konstanten. 30 KB stehen für Programme und Daten zur Verfügung.

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