Taschenrechner im schulischen Bereich zuzulassen, war lange ein umstrittenes Thema. Nachdem aber in den 1980er Jahren erkannt wurde, dass Taschenrechner nicht mehr aus dem täglichen Leben wegzudenken sind, war letztendlich nur noch die Frage zu klären, welche Taschenrechner für welche Lernstufe und Schulart zugelassen werden.
Einerseits müssen die Rechner auch für sozial benachteiligte Schüler erschwinglich sein, andererseits ein vereinheitlichtes Eingabeschema haben, um die Benutzung vernünftig in den Lehrplan einbinden zu können. Einige Schulrechner sind in manchen Bundesländern bereits ab der 5. Klasse zugelassen. Bis heute gibt es bundesweit nur eine allgemeine Zulassung für sogenannte Schulrechner. Auch die meisten anderen einfachen wissenschaftlich-technischen Rechner werden weitgehend akzeptiert. Im Prinzip ist eine Zulassung weiterer Modelle wie Grafikrechner, programmierbare Taschenrechner oder Computer Algebra-Taschencomputer für die einzelnen Klassenstufen Ländersache und obliegt des Weiteren auch individuell der Schule.
Finanzmathematische Rechner sind üblicherweise nicht zugelassen. Auf Bundesebene wird hierbei entschieden, welche Modelle generell in die Auswahl kommen, was ja auch in Absprache mit den Herstellerfirmen geschehen muss, welche die entsprechenden Geräte herstellen und nach den gewünschten Anforderungen konfigurieren. Oft werden dann die entsprechenden Taschenrechner nicht individuell, sondern direkt von den Schulen beim Hersteller bestellt, wodurch je nach Stückzahl zum einen bessere Preise erhältlich sind, sowie beispielsweise kostenlose Lehrermodelle oder Overheadmodelle kostenlos oder preisgünstig mitgeliefert werden.
Die in Deutschland führenden Hersteller für Schulrechner ist unter anderem Casio mit den Modellreihen FX-115, FX-350, FX-82, FX-85, FX-68, FX-991, FX-992 und SL-450 L.
Neber Casio stellt aber auch Hewlett Packard (HP) einige Modelle für den Schulalltag bereit: HP SmartCalc 300 S, HP-10 S und HP-30 S, Sharp mit den Modellen / Modellreihen EL-240 SA (Grundschule), EL-500 W, EL-506 W, EL-520 WG, EL-531 WG + WH, EL-W506, EL-W531G + H.
Auch Texas Instruments (TI) ist mit Modellen vertreten: TI-106 (Vor- und Grundschule), TI-30, TI-34 MultiView und TI-36 X II.
Zu guter letzt gibt es noch zugelassene Modelle von Canon: F-604, F-710, F-715 S, F-720, F-766 S, F-788 DX und LS-270 H.
In jedem Falle sollten sich Schüler, die ein spezielles Modell für den Unterricht und insbesondere für ihre Prüfungen kaufen wollen, zunächst bei ihrer Schule informieren, ob das erwünschte Modell dort anerkannt und zugelassen ist. Da beispielsweise programmierbare Taschenrechner, wenn sie entsprechend eingerichtet werden, den Schülern oder Studenten einen enormen Prüfungsvorteil verschaffen können, werden diese häufig nicht zugelassen, sofern nicht die ganze Klasse mit entsprechend gleichwertigen Modellen ausgestattet ist.






