Geschichte der Taschenrechner

Tragbare mechanische Rechenhilfen als Vorläufer der heutigen Taschenrechner gibt es wohl bereits nahezu, seit Menschen anfingen, mit Zahlen umzugehen, zunächst nur für Addition und Subtraktion meist zum Einsatz im Handelsbereich. Als wohl bekanntestes Beispiel ist hier der Abakus aufzuführen, ein Jahrtausende altes Rechenhilfsmittel, dessen Ursprung und Alter nie eindeutig geklärt wurde, das sich aber dennoch weltweit verbreitete und selbst heute noch in einigen Regionen der Dritten Welt benutzt wird. Es handelt sich hierbei um eine einfache Rechenhilfe zur Addition und Subtraktion dessen mechanischer Aufbau aus einem Rahmen besteht, in den Stäbe mit je 9 verschiebbaren Kugeln eingesetzt sind. Die erste Zeile bildet hierbei die Einer, die zweite die Zehner usw. Später gab es die verschiedensten Entwicklungen auch zu wissenschaftlichen und technischen Zwecken, die teilweise einen überschaubaren mechanischen Aufbau hatten, teilweise aber auch mit recht komplizierten mechanischen Werken aufwarteten. Die letzten mechanischen Entwicklungen waren beispielsweise die Curta oder der Rechenschieber, die ja noch im letzten Jahrhundert, mindestens bis zur Verbreitung elektronischer, naturwissenschaftlicher Taschenrechner die führende Rechenhilfe waren.

Die Entwicklung der heutigen elektronischen Taschenrechner beginnt wohl 1967 mit einem ersten handlichen, taschengroßen Prototypen von Texas Instruments, der allerdings noch ein Gewicht von 1,5 kg hatte. Er wurde bereits mit Batterien, statt mit festem Stromanschluss, wie die bereits zuvor entwickelten Tischmodelle, betrieben. Die Entwicklung heutiger Taschenrechner durchlief insofern eine ähnliche Historie wie die der mechanischen Rechenmaschinen, als auch sie zunächst auf die Grundrechenarten beschränkt waren. Die ersten markttauglichen Geräte kamen Anfang der 1970er Jahre in Umlauf, waren aber noch extrem teuer. Wirklich leistungsfähige Taschenrechner, zu Preisen, die sie der Allgemeinheit zugänglich machten, sind erst seit Anfang bis Mitte der 1980er Jahre erhältlich und werden seitdem stetig weiterentwickelt.

Die anfangs verwendete relativ einfache auf Transistorlogik basierende Technologie ist mit der Zeit und der Entwicklung von immer höher integrierteren Mikrochips gewichen, die speziell für den gewünschten Rechenbereich konfiguriert sind. Damit stoßen die Taschenrechner heute in Bereiche vor, die früher nur Computern vorbehalten waren. So beherrschen neuere Modelle bereits teilweise über Berechnungsmöglichkeiten in Computeralgebra und verfügen oft auch schon über eine beschränkte Tabellenkalkulation sowie dynamische Geometrie. Ein Ende der Entwicklung zu immer komfortableren und leistungsfähigeren Taschenrechnern, die immer mehr Funktionen und Anschlussmöglichkeiten integrieren, ist somit noch lange nicht abzusehen.

Die Geschichte der Taschenrechner ist also eine immer fortlaufende Entwicklung und wurde bisher noch nie langweilig.

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