Grafikrechner

Einerseits ist ein Grafikrechner genauso ausgestattet wie ein normaler Taschenrechner. Zusätzlich jedoch verfügt er über ein höher auflösendes Display, das Werte für die Ein- und Ausgabe mehrdimensional darstellen kann und auch Grafiken (Funktionsgraphen/Diagramme) anzeigt. Auch ist generell die individuelle Programmierung möglich.

Die Lösungsbeträge von Gleichungen oder Funktionsableitungen werden durch den Weg über numerische Verfahren bearbeitet und für die Grafik so ausgegeben, wie es der Rechengenauigkeit des Modells entspricht. Grafikrechner, die Computeralgebra integriert haben, geben jedoch die präzisen Gleichungsergebnisse an. Des Weiteren können sie Ableitungen der Funktionen berechnen und auch Stammfunktionen ermitteln. Dynamische Geometrie wie auch Tabellenkalkulation gehören für die neuesten Modelle auch zur Funktionsausstattung.

Grafikrechner können im Unterricht für Mathematik an Gymnasien verwendet werden, und das schon ab Jahrgangsstufe 7 durchgehend bis zu den Abiturprüfungen. Graphen und andere Rechenverfahren. Es geht darum, mit den im Voraus einprogrammierten Verfahren zur Problemlösung und der Modellierung Lernfortschritte und Überschaubarkeit von vielfältigen Ergebnissen zu bieten. Lernmaterial konnte hinsichtlich dieser Hilfsmittel effektiver umstrukturiert werden, während Lehrkräfte nicht mehr in die Pflicht genommen werden, Grundsätzliches immer neu thematisieren zu müssen. Dies verschafft ihnen Raum für Fortbildungen, was sich umgekehrt wieder auf die allgemeine Erziehungs- und auch fachspezifische Bildungsqualität niederschlägt.

Der erste Grafikrechner der Welt ist im Jahre 1985 auf den Markt gebracht worden. Es handelte sich um den fx-7000G. Im selben Jahr folgte Hewlett Packard, hier hieß das erste Modell der Firma HP-28C, weiterentwickelt im Jahre 1988 durch den HP-28S, durch den HP-47SX im Jahre 1990, durch den HP-48S im Jahre 1991 bis hin zum HP 50g, welches im Jahre 2006 verfügbar wurde. Dieses enthielt ein Computeralgebrasystem, welches in der Lage ist, symbolische Ausdrücke zu verarbeiten und analytische Lösungen zu erstellen.

Der Typenbereich HP28 bis HP48 zielten in erster Linie auf den professionellen Markt des wissenschaftlichen und technischen Gebrauchs ab, während der HP38, der HP39 und auch der HP40 für den Gebrauch an weiterbildenden Schulen ausgestattet waren. Die Serie HP-49 enthielt dann jedoch Funktionen, die die Verwendung bei beiden Zielgruppen abdeckten.

Die Firma Texas Instrument begann im Jahre 1990, Grafikrechner zu produzieren und begann mit dem TI-81. Manche der neueren Rechner haben sich nicht entscheidend verändert, jedoch sind sie mit größerem Speicher und schnelleren Prozessoren ausgestattet: Auch kam jeweils die Möglichkeit der USB-Verbindung zu jeweils anderen Taschenrechnern wie auch zu PCs hinzu. Dies traf für die Produktreihen der TI-82, der TI-83 und der TI-84 zu. Die Gruppen der TI-80 und TI-72 hingegen waren in einer Weise vorprogrammiert, dass sie auch bereits von 10- bis 14-jährigen Schülern zu effektiven Lernzwecken bedient werden konnten.

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