Taschenrechner, von denen im Folgenden die Rede sein wird, können auf ähnliche Weise programmiert werden, wie es bei Computern der Fall ist. Seit den frühen 90ern gehören die meisten dieser Gerätegattung zu den Grafikrechnern. Bevor LCD-Displays im Sinne einer Punktmatrix aus der Massenfertigung verfügbar waren, enthielten programmierbare Taschenrechner eine Zeile, die entweder numerisch oder alphanumerisch bedient werden konnte. Diese Rechner erlauben es dem Anwender, Programme zu schreiben und zu speichern, um komplizierte bzw. komplexe Probleme zu lösen oder auch ausgearbeitete Arbeitsvorgänge zu automatisieren.
Grafikrechner eignen sich für diesen Zweck deshalb am besten, weil sie über eine größere Anzeige verfügen. Hier können mehrere Zeilen eines Quellencodes zur selben Zeit sichtbar sein. Zunächst gebrauchten die meisten dieser Rechner eine vereinfachte Programmiersprache, die entweder durch einfache Tastendrücke oder Codes (aus einem Byte bestehend). Insgesamt gab es die folgenden Sprachen, mit denen gearbeitet werden konnte bzw. kann.
BASIC etwa ist eine weitverbreitete Eingabesprache, die sich für (Taschen-)Computer eignet. Die meisten Sprachen, die sich für die Programmierung eignen, variieren diese Grundsprache. Für CASIO kann hier als grundsätzliches Beispiel TI-BASIC angeführt werden. Diese Varianzen für Taschenrechner haben jedoch mit der Originalsprache nur wenig gemeinsam, da die besonderen Programmierstile für den Gebrauch bei Taschenrechnern optimiert wurden, sodass fachlich versierte Personen sich jeweils schnell zurechtfanden.
Programmierungen für Maschinen waren bei den frühen Taschenrechnermodellen eigentlich noch nicht angedacht – findige Hobbyprogrammierer fanden jedoch schnell einen Weg, manche Rechner durch den Gebrauch der Programmiersprache “Assembler” zu verändern. Zuerst gelang dies mit dem TI-85. Als der TI-83 auf den Markt gebracht wurde, machten TI und HP Sprachverzeichnisse verfügbar und auch Benutzerhandbücher. Software konnte nun genauso schnell und grafisch eingerichtet werden, wie es bei Spielen für den Gameboy bereits serienmäßig bekannt war. Der TI-83 und TI 89 ließen Anwender programmieren, genauso wie der HP-50g.
Ein wesentliches Merkmal von programmierbaren Taschenrechnern ist der dauerhafte Datenspeicher, der auch in der Lage ist, nach Stromversorgungsabbrüchen angefangene Eingaben weiterzuführen. Zuletzt wurden Magnetkartenleser in dieser Funktion in den Rechnertypen HP-41C und TI-59 eingesetzt. Magnetkartenstreifen konnten leicht transportiert werden, weil sie kompakt waren. Doch sie waren seinerzeit in der Tat nicht preisgünstig. Später wurden Kompaktkassetten zum Speichern dieser Daten verwendet, auch Minikassetten. Hierfür kam seinerzeit z. B. der Taschenrechner vom Typ CASIO FA-1 infrage. Auch können Programme und Daten auf einen PC übertragen werden, dies in drei verschiedenen Arten und Weisen: Für die Anfänge kam ein Kabel infrage, nämlich das RS-232. Dann, später, die Infrarotverbindung und bis heute ist USB üblich.






