Auf Grafikrechnern entwickelte es sich bald, Computerspiele zu spielen. Dies vorwiegend, während dies vor dem Dozenten oder Klassenlehrer geheim gehalten wurde, während man gleichzeitig den Taschenrechner zum scheinbaren erlaubten Gebrauch im Unterricht verwendete.
Die ersten Spiele waren bereits in den frühesten Taschenrechnertypen enthalten (etwa: der Hewlett-Packard 9100A aus dem Jahre 1968). Bekannt ist aus dieser Zeit noch das “Lunar Lander” Spiel. Jedoch erst, als Speicher billiger wurde, nämlich in den 1990ern, konnten die Rechner beinahe serienmäßig und zur Freude der Schüler als Spielkonsolen benutzt werden. Und zwar, wenn es um Spiele ging wie Lemminge, Doom, Dope Wars. Die Qualität dieser Spiele erinnerte (zum Beispiel bei einem HP-48 Taschenrechner), an den frühen GameBoy oder den spätere Gameking (geringe Auflösung, einfarbige oder grauschattierte Grafiken) oder an die in Handys integrierten Spiele.
Während der letzten Jahre werden immer noch Spiele für Grafikrechner hergestellt – aber mit einer bewundernswerten Komplexität. Eine neue Gruppe von Spielen ist für die TI-83 und TI-84 Serien programmiert worden, weil es sich um eine fortentwickelte TI-BASIC-Bibliothek namens xLIB handelte. Assembly blieb die bevorzugte Programmiersprache der Software, die auf einem Zilog Z80 Prozessor betrieben wurde, aber mit den Motorola 68000 Prozessoren begann die Programmiersprache “C”, mehr und mehr in den Vordergrund zu treten.
Seit 2006, als andere mobile Geräte wie etwa Handys und PDAs immer mehr Verbreitung fanden, ist es nicht mehr populär, Spiele mit dem Taschenrechner zu betreiben. Solange jedoch die Rechner im Klassenzimmer erlaubt bleiben, behalten sie dennoch einen gewissen Reiz – auch dadurch, dass Programme dafür aktiv geschrieben werden können, was weder bei Handys noch bei PDAs der Fall ist. Natürlich lässt sich dies nicht mit modern entwickelten Möglichkeiten zur Programmierung vergleichen, die weitaus benutzerfreundlicher sind, wenn es um Textprogrammierung geht.
Eines der jedoch berühmtesten und ältesten Computerspiele, die auch für den Taschenrechner genutzt werden können, ist Tetris. Dieses Spiel wurde am 6. Juni 1984 von Alexev Pajitnov erfunden. Der Name setzt sich aus “Tetra” (= 4) zusammen, weil jedes Spieleelement vier Segmente enthält und “Tennis”, zufällig Pajitnovs Lieblingssport. Dieses Spiel kann von nahezu jeder Videokonsole betrieben werden, jedem PC, Grafikrechnern, Handys, tragbaren Mediaspielern, PDAs.






